Kirchen

Die bekannteste Kirche in Clausthal-Zellerfeld ist sicher die Marktkirche Zum Heiligen Geist im Ortsteil Clausthal am Hindenburgplatz. Sie ist die größte erhaltene Holzkirche Europas.

Bereits 1570 wurrde eine erste kleine Kapelle auf dem Platz des jetzigen Universitätsgebäudes gebaut. 1610 dann baute man eine große, stattliche Holzkirche mit Platz für 1700 Personen mitten auf dem damaligen Marktplatz, dem heutigen Standplatz der Marktkirche. Dieser Vorläufer der heutigen Kirche war wohl bunt-farbig gestaltet, mit 55 großen Bildern des Alten und Neuen Testatments. Während der großen Feuersbrunst 1636 wurde das Bauwerk mitsamt dem Rathaus, der Schule und 162 Privathäusern jedoch vollständig zerstört.

Nach der Erweiterung des Kirchenraumes 1690, hat die heutige Marktkirche eine Länge von 45 m und eine Breite von 22,5 m. Beeindruckend ist der geschnitzte Altar mit seinen vier Evangelisten, den Propheten sowie Moses und Johannes dem Täufer. Auch die vor dem Altar stehende Kanzel lässt Besucher staunen. Sie stand ursprünglich an anderer Stelle und wurde letztendlich an den heutigen Platz gebaut. Im Laufe ihrer Geschichte hat die Marktkirche drei Orgeln gehabt. Die jetzige stammt aus dem Jahr 1975.

Wie lange die jetzige Kirche noch von Besuchern zu bewundern ist, bleibt jedoch abzuwarten. Denn Holz und die feuchte Witterung der regenreichsten Region Deutschlands sind nicht gerade die ideale Kombination für den Erhalt eines Bauwerkes. Obwohl das Dach aus gutem und dauerhaften Walzblei ist, ist es an einigen Stellen undicht, was bei den Eichenbalken im Inneren der Kirche zu starken baulichen Schäden führte. Um die Kirche zu erhalten, müssen vier einzelne Bauabschnitte durchgeführt werden, die je 2,5 Millionen Euro kosten.

Egal, ob Sie nun Tourist oder Einheimischer sind: Sie können beim Erhalt des Baudenkmals mithelfen, indem Sie dem Förderverein beitreten oder spenden.

Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite www.marktkirche-clausthal.de. Auskunft über Öffnungszeiten erteilt das Pfarramt Tel 05323/7005 oder 5707.

Die zweite große Kirche steht in Zellerfeld (auf der Goslarschen Straße) und heißt St. Salvatoris-Kirche. Sie wurde 1675 gebaut und besteht aus Grauwackenbruchstein und Sandsteinquadern mit einem meisterhaft gezimmerten Holtonnengewölbe. Sehenswert ist das Altarbild des Leipziger Künstlers Werner Tübke, welches heute anstelle des einfachen Holzkreuzes im Altarraum steht.

Weitere Infos unter www.kirchengemeinde-zellerfeld.de. Auskunft über Öffnungszeiten erteilt das Kirchenbüro Tel 05323/81834.


direkt zur Seite der St. Nikolaus-KircheIm Ortsteil Clausthal in der Burgstätter Str.13 findet sich noch eine kleine Kirche in eher moderner Gestaltung: die St. Nikolaus Kirche aus den 60er Jahren. Seit dieser Zeit haben einige Veränderungen stattgefunden. So wurde 1970 der Altarraum nach den Richtlinien der erneuerten Liturgie umgestaltet. Auch der Eingangsbereich, der Beichtraum, die Buntglasfenster und die Kirchenorgel sind neu gestaltet bzw. renoviert worden.

Weitere Infos, Termine und viele Fotos stehen unter www.clausthal-zellerfeld.de/st.nikolaus.



Hier sehen Sie einige Impressionen von den Kirchen des Clausthal-Zellerfelder Stadtgebietes. (Java Script muss aktiviert sein)
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