Osterfeuer

Überall in Deutschland gibt es zahlreiche Osterfeuer. Oft wird an diesen Feuern, die den Sieg über den Winter symbolisieren sollen, die Osterkerze entzündet. Im Harz jedoch wird der eher heidnische Osterfeuerbrauch gepflegt.

Viele Tage vor Ostern werden Fichten, Zweige und Holz auf den Platz des Osterfeuers gebracht, wo bereits eine hohe Fichte, dessen untere Äste alle entfernt wurden, aufgestellt wurde. Kurz vor Ostern dann werden alle brennbaren Teile zu einem großen Haufen geschichtet. Dies wird nicht früher begonnen, damit sich nicht Tiere in den Holzstößen verbergen können. Das Auftürmen der Zweige auf 6-8 m Höhe erfordet viel Fingerspitzengefühl, damit der Holzstoß nachher auch gut zusammenhält und gleichmäßig abbrennen kann. Den letzten Schliff gibt eine Lage grüner Fichtenzweige, aus denen die obersten Äste der Fichte herausgucken.

entnommen aus www.bad-grund-harz.deAngezündet werden die Osterfeuer in der Nacht zum oder am Abend des Ostersonntags unter dem Jubel des ganzen Ortes und seiner Gäste, die tunlichst in dunkler Kleidung kommen, da auch das Schwarzmachen zur Tradition der Osterfeuer gehört. Dabei wird, mit vom Osterfeuer rußverschmierten Händen, Bekannten und Fremden auf die Schulter geklopft oder bei Freunden übers Gesicht gefahren.

Eine weitere Tradition ist das Fackelschwingen, wobei brennende Holzfackeln in kreisenden Bewegungen geschwungen werden und Lichtkunstwerke in das Abenddunkel zaubern. Die Termine und Orte der Osterfeuer können Sie der örtlichen Presse oder dem Veranstaltungskalender der Tourist Information entnehmen.

In Clausthal-Zellerfeld wird das Osterfeuer immer auf dem Schützenplatz im Ortsteil Clausthal errichtet.